Notfallseelsorge
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Bundes­kon­gress 2026

Programm: Donnerstag, 18.06.2026

9.00 Uhr

Geist­licher Impuls

mit:

Pfarrer Olaf Schaper, Leitender Notfall­seel­sorger, Düsseldorf

9.30–11.00 Uhr
Vorlesung a

Wie funktio­niert gute  Teamleitung in der PSNV?

Referie­rende:

Pasto­ral­re­ferent Peter Bromkamp, Koordi­nator der katho­li­schen Notfall­seel­sorge im Bistum Münster

9.30–11.00 Uhr
???

Das Trauma­zentrum des BBK

Referie­rende:

Claudia Schedlich

9.30–10.15 Uhr
Vorlesung b

Das Rahmen­konzept der EKD/DBK: Wichtig für: Was erwartet die Militär­seel­sorge: Wünsche in der Zusam­men­arbeit mit Nfs/KIT

Referie­rende:

Militär­dekan Dr. Dirck Ackermann

10.15–11.00 Uhr
Vorlesung c

Kirch­liche Einordnung und Umsetzung!

 

Referie­rende:

Andreas Jensen,
Dirk Wollen­weber,
Stephan Koch,
Barbara Sönksen, 
Grit Burmeister-Brandt

9.30–11.00 Uhr
Vorlesung d

Reserve

Referie­rende:

N.N.

11.00 Uhr

Pause

11.30–13.00 Uhr
Vorlesung a

Wie funktio­niert gute Teamleitung in der PSNV?

Erfah­rungen aus Beratung und Supervision

(Rückblick auf Mittwoch)

Referie­rende:

Pasto­ral­re­ferent Peter Bromkamp, Koordi­nator der katho­li­schen Notfall­seel­sorge im Bistum Münster

11.30–13.00 Uhr
???

Das Trauma­zentrum des BBK

Referie­rende:

Claudia Schedlich

11.30–12.15 Uhr
Vorlesung b

Das Rahmen­konzept der EKD/DBK: Wichtig für: Was erwartet die Militär­seel­sorge: Wünsche in der Zusam­men­arbeit mit Nfs/KIT

Referie­rende:

Militär­dekan Dr. Dirck Ackermann

12.15–13.00 Uhr
Vorlesung c

Kirch­liche Einordnung und Umsetzung!

 

Referie­rende:

Andreas Jensen,
Dirk Wollen­weber,
Stephan Koch,
Barbara Sönksen, 
Grit Burmeister-Brandt

13.00–14.00 Uhr

Mittags­pause

14.30–16.00 Uhr
Tutorium

Zur neuen Friedensdenkschrift

Hierarchie der Einziehung in den Wehrdienst – wer bleibt warum ausgenommen?

Auch: Statement von Overhagen zum Denken in Szenarien

Referie­rende:

Marc Overhagen Jensen, Ackermann

14.30–16.00 Uhr
Vorlesung/Lecture

Förderung von Resilienz in der Israe­li­schen Gesell­schaft (Natal)

Zwei Vertreter von NATAL, einer zivil­ge­sell­schaft­lichen Organi­sation aus Israel, werden uns von ihren Erfah­rungen, Ansätzen und Methoden berichten, wie die Resilienz einer Bevöl­kerung gestärkt werden kann. Natal wurde 1998 gegründet, ist auch direkt für Betroffene erreichbar, sei es über eine Hotline, verschiedene Teams wie Community Resiliency und Clinical Units, auf Ebene der Individuen und Familien, der Gemeinden und der Gesell­schaft. Bisher gab es über 500.000 Kontakte mit Betrof­fenen. Sie arbeiten auch in der Forschung. Sie arbeiten mit einem einzig­ar­tigen Modell multi­di­zi­pli­närer psycho­lo­gi­scher Unter­stützung, direkt und indirekt, sowohl im Bereich der Prävention, der Bewusst­seins­bildung als auch der Inter­vention und Behandlung. Der englische Vortrag wird simultan übersetzt.

Der workshop von NATAL dient der vertieften Diskussion und dem Erfah­rungs­aus­tausch. Er wird die sehr unter­schied­lichen histo­ri­schen und Bedin­gungen des gesell­schaft­lichen Lebens in den Blick nehmen und überprüfen, welche der Erfah­rungen vergleichbar und ob Ansätze von Natal in deutsche Kontexte übertragbar sind. Der Workshop wird auf Englisch statt­finden; wir helfen uns gegen­seitig beim Übersetzen.

Referie­rende:

Ms. Peleg is an Architect, Managing Director of Peleg Exhibition Organizer Ltd, and founder of “Chaos,” an inter­di­sci­plinary artistic approach to art and resilience. Ms. Peleg was the Director of Strategic Partner­ships at NATAL Global, the inter­na­tional arm of NATAL, from 2018 to 2021. Today she serves as a specialist consultant at NATAL, supporting the organization in bringing decades of its expertise to European countries.

Daniel Goldstein is a Social worker and trauma specialist who brings both profes­sional expertise and lived experience to his work with post-traumatic challenges. As a group facili­tator, reserve officer, and Director of Community Programs at NATAL – Israel Trauma and Resiliency Center, Daniel has dedicated the past five years to developing innovative community-based inter­ven­tions focused on post-traumatic growth and peer support for soldiers and veterans affected by service-related mental health challenges. Over the past 18 months, he has spear­headed colla­bo­rative initia­tives with munici­pa­lities, univer­sities, and commu­nities to create specia­lized support programs for reser­vists transi­tioning back to civilian life.

14.30–16.00 Uhr
Seminar

Ergeb­nisse der Seelsorge Visitation in der EKM, zugespitzt auf Nfs und das Verhältnis von Haupt- und Ehrenamtlichen

Referie­rende:

Prof. Dr. Annette Daniela Haußmann

14.30–16.00 Uhr
Seminar

Betroffene sagen selbst, was ihnen gut tat

German Wings Hinterbliebenen-Gruppe

Referie­rende:

Beate Maue

14.30–16.00 Uhr
Seminar

… ebenso Hinter­blie­benen-Initia­tiven aus Hanau

Referie­rende:

Till Martin Wisseler

14.30–16.00 Uhr
Seminar

Das versteht er doch gar nicht – tut er doch.

Krisen­in­ter­vention mit Kindern nach Suizid/-versuch einer Bezugsperson

2023 verstarben mit 10.300 Todes­fällen mehr als 28 Menschen pro Tag durch Suizid (D). Die Anzahl der Suizid­ver­suche übersteigt nach Schät­zungen der Deutschen Depres­si­ons­hilfe diese Zahl noch um den Faktor 15–20. Forschung belegt bspw. nach Suizid eines Eltern­teils ein erhöhtes Risiko für psychische Erkran­kungen und eine erhöhte Wahrschein­lichkeit betrof­fener Kinder, selbst später einen Suizid oder Suizid­versuch zu begehen.

Der Kurzbeitrag will praktische Unter­stüt­zungs­mög­lich­keiten für „kleine und große“ Betroffene im Kontext dieser häufigen Einsatz­si­tuation aufzeigen. Neben Ergeb­nissen des aktuellen Forschungs­pro­jekts „Kurswechsel“ (gefördert vom Bayr. Staats­mi­nis­terium für Familie, Arbeit und Soziales) sollen konkrete Empfeh­lungen für den Akuteinsatz vorge­stellt werden: Welche Inter­ven­tionen eignen sich für das erste Zeitfenster? Was berichten befragte Betroffene über hilfreiche und wenig hilfreiche Inter­ven­tionen durch Einsatz­kräfte der Psycho­so­zialen Akuthilfe? Was bedeutet das für Praxis und Ausbildung?

Referie­rende:

Simon Finkeldei, Diplom Psychologe, Psycholog. Psycho­the­rapeut (VT), Lehrthe­rapeut, Super­visor. Nach seiner Tätigkeit im Rettungs­dienst studierte Herr Finkeldei Psycho­logie an der Julius Maximi­lians Univer­sität Würzburg. Seit 1999 ist er im Bereich Psycho­so­ziale Notfall­ver­sorgung  aktiv. 2007 war er am von Tita Kern entwi­ckelten Konzept APSN und dessen Umsetzung im Pilot­projekt „KIDS – Kinder nach belas­tenden Ereig­nissen stützen“ beteiligt. Herr Finkeldei ist Psycho­the­ra­peu­ti­scher Leiter der Kinder­Kri­sen­In­ter­vention der AETAS Kinder­stiftung (www.aetas-kinderstiftung.de) und stell­ver­tre­tender Aufsichts­rats­vor­sit­zender des Trauma Hilfe Zentrums München e.V.. Als Dozent lehrt er zu den Schwer­punkt­themen Krisenintervention/Notfallpsychologie, Suizid­prä­vention, Traumatherapie.

Sebastian Hoppe ist Psychologe und bei der AETAS Kinder­stiftung in München tätig. Seit Jahren forscht er zur Frage der Wirksamkeit von Krisen­in­ter­vention und lehrt zu verschie­denen Themen der Psycho­so­zialen Akuthilfe. Ehren­amtlich engagiert er sich im Münchner Krisen­in­ter­ven­ti­onsteam KIT-München, das er zuvor fachlich leitete. So vereint er Erfah­rungen aus Einsatz­praxis, Leitung, Forschung und Lehre in der Krisenintervention.

14.30–16.00 Uhr
Seminar

Zusam­men­spiel der Einsatz­kräfte nach einem Einsatz in Jena

Verschiedene Zugänge der PSNV

Ein Polizist erschießt zuerst seine beiden Kinder und seine Frau, danach sich selbst … Die Teilneh­menden erhalten einen Überblick über die Gescheh­nisse und erfahren, was sich in Klettbach / Thüringen ereignete.

Im Einfüh­rungs­vortrag wird erläutert, wie PSNV alarmiert wurde und wie der Einsatz begann. Außerdem erhalten die Teilneh­menden Infor­ma­tionen über die struk­tu­rellen Beson­der­heiten und über die entstan­denen Schwie­rig­keiten vor Ort. Sie erfahren die Möglich­keiten der Zusam­men­arbeit mit anderen Helfenden und Institutionen.

Innerhalb des dazuge­hö­rigen Workshops können die Teilneh­menden gemeinsam einen Lageplan entwerfen und erarbeiten, wie dieser Einsatz für die PSNV abgelaufen sein könnte. Zudem soll ein Netzwerk entwi­ckelt werden, welches die Teilneh­menden in ihre Teams übertragen können.

Als Abschluss werden die erarbei­teten Einsatz­pläne in einer Einsatz­nach­be­spre­chung erörtert, um die Erkennt­nisse in die zukünftige Arbeit der PSNV-Teams einfließen zu lassen.

Ziel ist es, eine größere Lage wertfrei aufzu­ar­beiten und somit Handlungs­si­cherheit für Einsätze in größeren Lagen zu erreichen.

Referie­rende:

Ulrich Matthias Spengler wurde 1965 in Halle/Saale geboren, ist verhei­ratet und hat drei Kinder. Nach Schule und Lehre arbeitete er 9 Jahre als Schlosser, machte Abend­schul­abitur und wurde Schlos­ser­meister. Bevor er Theologie studierte, arbeitete er ein Jahr im OP eines Kranken­hauses. Im Anschluss an Studium und Vikariat, war er 20 Jahre als Gemein­de­pfarrer tätig, bis er in eine Projekt­pfarr­stelle zur Evalu­ierung des berufs­ethi­schen Unter­richts für die Thüringer Polizei berufen wurde.

Seit 2023 ist er Landes­pfarrer für Polizei- und Notfall­seel­sorge der EKM im Freistaat Thüringen. Er ist langjäh­riger Notfall­seel­sorger und leitete von 2013 bis 2025 ein NFS-Team. Seit 2018 ist er Polizei­seel­sorger und Psycho­so­ziale Fachkraft  im Krisen­in­ter­ven­ti­onsteam der Thüringer Polizei. Außerdem unter­richtet polizei­liche Berufs­ethik und ist Dozent für PSNV‑B und ‑E-Kräfte.

Mandy Petri, 49 Jahre, verhei­ratet, 1 erw. Kind. Dipl. Päd. (Uni): Sozial‑, Jugend- und Erwach­se­nen­wei­ter­bil­dungs­päd­agogik. Sozial­ar­bei­terin im Bereich Einglie­de­rungs­hilfe im LRA Weimarer Land, Projekt­arbeit – ALEKS; Notfall­be­glei­terin für Betroffene und Einsatz­kräfte; Psycho­so­ziale Fachkraft und Teamlei­terin Notfall­be­gleitung Weimarer Land; Dozentin für die Ausbildung PSAH für Betroffene in Erfurt

14.30–16.00 Uhr
Seminar

Entwicklung Netzwerk­ori­en­tierter Qualität im Psycho­so­zialen Krisen­ma­nagement Staat­licher Verwaltung („EQuiP“)

Projekt­leitung; Salomon-Hochschule Berlin: https://www.ash-berlin.eu/forschung/forschungsprojekte-a‑z/equip/

Im BMFTR-Forschungs­projekt EQuiP wird der Versuch unter­nommen, das Psycho­so­ziale Krisen­ma­nagement (PsychKM) unter der Perspektive des theore­ti­schen Konzepts von Community Resilience weiter­zu­ent­wi­ckeln. Ziel ist es Handlungs­lo­giken und Formen der Zusam­men­arbeit staat­licher und zivil­ge­sell­schaft­licher Akteure im Sinne dieses Konzeptes nachhaltig zu verbessern. Dies hat auch Auswir­kungen auf den Prozess der Weiter­ent­wicklung der PSNV.

Im Workshop wird das Forschungs­projekt und seine bishe­rigen Ergeb­nisse vorge­stellt und mit den Teilneh­menden die Frage­stellung der Weiter­ent­wicklung der PSNV diskutiert.

Referie­rende:

Prof. Dr. Olaf Neumann ist Professor für metho­di­sches Handeln in der Sozialen Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Er ist Dipl. Sozial­ar­beiter, Theater­päd­agoge, appro­bierter Kinder- und Jugend­li­chen­psy­cho­the­rapeut und Gemein­de­psy­chologe (community psycho­logist). Gemeinsam mit Vincenz Leuschner forscht er seit einigen Jahren in der PSNV. Im Projekt EQuiP trägt er die Verant­wortung für eine zu entwi­ckelnde Blended Learning Fortbildung für Mitar­bei­tende aus kommu­nalen Krisen­stäben / anlass­be­zo­genen Koordi­nie­rungs­stellen. Er ist Vorstands­mit­glied der Gesell­schaft für gemein­de­psy­cho­lo­gische Forschung und Praxis (GGFP).

Prof. Dr. Vincenz Leuschner ist Professor für Krimi­no­logie und Sozio­logie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Er ist Dipl. Sozial­wis­sen­schaftler und Dipl. Sozial­ar­beiter und promo­vierter Soziologe. Gemeinsam mit Olaf Neumann forscht er seit einigen Jahren zum Bereich des Psycho­so­zialen Krisen­ma­nage­ments (IFAF-Projekte PSNV-NET und PSNV-NET Plus). Daneben liegen die Schwer­punkte seiner Arbeit in der Forschung zu Formen schwerer Gewalt (Amok, Terro­rismus), Jugend­kri­mi­na­lität, Krimi­nal­prä­vention und der empiri­schen Polizei­for­schung. Im Projekt EQuiP hat er die Gesamt­pro­jekt­ver­ant­wortung inne.

Peter Water­straat ist Diplom Sozial­ar­beiter und Master of Disaster Management and Risk Gover­nance. Ausge­bildet in Notfall­seel­sorge und Einsatz­nach­sorge ist er Leiter der Koordi­nie­rungs­stelle Psycho­so­ziale Notfall­ver­sorgung (PSNV) im Gesund­heitsamt der Stadt Frankfurt am Main. In dieser Funktion ist er auch Fachbe­rater-PSNV im städti­schen Krisenstab und beteiligt an der PSNV-Führungs­kräf­te­aus­bildung im Land Hessen. Seit 2016 ist Peter Water­straat, Sprecher der Arbeits­ge­mein­schaft PSNV der Deutschen Gesell­schaft für Katastro­phen­me­dizin (DGKM). 

14.30–16.00 Uhr
Seminar

Das hessische Fortbil­dungs­konzept für PSNV

 

Referie­rende:

Dr. Robert Steinhauser

16.00 Uhr

Pause 

16.30–18.00 Uhr
???

Ergeb­nisse der Seelsorge Visitation in der EKM, zugespitzt auf Nfs und das Verhältnis von Haupt- und Ehrenamtlichen

Referie­rende:

Prof. Dr. Annette Daniela Haußmann

16.30–18.00 Uhr
Seminar

Betroffene sagen selbst, was ihnen gut tat

German Wings Hinterbliebenen-Gruppe

Referie­rende:

Beate Maue

16.30–18.00 Uhr
Seminar

… ebenso Hinter­blie­benen-Initia­tiven aus Hanau

Referie­rende:

Till Martin Wisseler

16.30–18.00 Uhr
Seminar

Das versteht er doch gar nicht – tut er doch.

Krisen­in­ter­vention mit Kindern nach Suizid/-versuch einer Bezugsperson

2023 verstarben mit 10.300 Todes­fällen mehr als 28 Menschen pro Tag durch Suizid (D). Die Anzahl der Suizid­ver­suche übersteigt nach Schät­zungen der Deutschen Depres­si­ons­hilfe diese Zahl noch um den Faktor 15–20. Forschung belegt bspw. nach Suizid eines Eltern­teils ein erhöhtes Risiko für psychische Erkran­kungen und eine erhöhte Wahrschein­lichkeit betrof­fener Kinder, selbst später einen Suizid oder Suizid­versuch zu begehen.

Der Kurzbeitrag will praktische Unter­stüt­zungs­mög­lich­keiten für „kleine und große“ Betroffene im Kontext dieser häufigen Einsatz­si­tuation aufzeigen. Neben Ergeb­nissen des aktuellen Forschungs­pro­jekts „Kurswechsel“ (gefördert vom Bayr. Staats­mi­nis­terium für Familie, Arbeit und Soziales) sollen konkrete Empfeh­lungen für den Akuteinsatz vorge­stellt werden: Welche Inter­ven­tionen eignen sich für das erste Zeitfenster? Was berichten befragte Betroffene über hilfreiche und wenig hilfreiche Inter­ven­tionen durch Einsatz­kräfte der Psycho­so­zialen Akuthilfe? Was bedeutet das für Praxis und Ausbildung?

Referie­rende:

Simon Finkeldei, Diplom Psychologe, Psycholog. Psycho­the­rapeut (VT), Lehrthe­rapeut, Super­visor. Nach seiner Tätigkeit im Rettungs­dienst studierte Herr Finkeldei Psycho­logie an der Julius Maximi­lians Univer­sität Würzburg. Seit 1999 ist er im Bereich Psycho­so­ziale Notfall­ver­sorgung  aktiv. 2007 war er am von Tita Kern entwi­ckelten Konzept APSN und dessen Umsetzung im Pilot­projekt „KIDS – Kinder nach belas­tenden Ereig­nissen stützen“ beteiligt. Herr Finkeldei ist Psycho­the­ra­peu­ti­scher Leiter der Kinder­Kri­sen­In­ter­vention der AETAS Kinder­stiftung (www.aetas-kinderstiftung.de) und stell­ver­tre­tender Aufsichts­rats­vor­sit­zender des Trauma Hilfe Zentrums München e.V.. Als Dozent lehrt er zu den Schwer­punkt­themen Krisenintervention/Notfallpsychologie, Suizid­prä­vention, Traumatherapie.

Sebastian Hoppe ist Psychologe und bei der AETAS Kinder­stiftung in München tätig. Seit Jahren forscht er zur Frage der Wirksamkeit von Krisen­in­ter­vention und lehrt zu verschie­denen Themen der Psycho­so­zialen Akuthilfe. Ehren­amtlich engagiert er sich im Münchner Krisen­in­ter­ven­ti­onsteam KIT-München, das er zuvor fachlich leitete. So vereint er Erfah­rungen aus Einsatz­praxis, Leitung, Forschung und Lehre in der Krisenintervention.

16.30–18.00 Uhr
Seminar

Zusam­men­spiel der Einsatz­kräfte nach einem Einsatz in Jena

Verschiedene Zugänge der PSNV

Ein Polizist erschießt zuerst seine beiden Kinder und seine Frau, danach sich selbst … Die Teilneh­menden erhalten einen Überblick über die Gescheh­nisse und erfahren, was sich in Klettbach / Thüringen ereignete.

Im Einfüh­rungs­vortrag wird erläutert, wie PSNV alarmiert wurde und wie der Einsatz begann. Außerdem erhalten die Teilneh­menden Infor­ma­tionen über die struk­tu­rellen Beson­der­heiten und über die entstan­denen Schwie­rig­keiten vor Ort. Sie erfahren die Möglich­keiten der Zusam­men­arbeit mit anderen Helfenden und Institutionen.

Innerhalb des dazuge­hö­rigen Workshops können die Teilneh­menden gemeinsam einen Lageplan entwerfen und erarbeiten, wie dieser Einsatz für die PSNV abgelaufen sein könnte. Zudem soll ein Netzwerk entwi­ckelt werden, welches die Teilneh­menden in ihre Teams übertragen können.

Als Abschluss werden die erarbei­teten Einsatz­pläne in einer Einsatz­nach­be­spre­chung erörtert, um die Erkennt­nisse in die zukünftige Arbeit der PSNV-Teams einfließen zu lassen.

Ziel ist es, eine größere Lage wertfrei aufzu­ar­beiten und somit Handlungs­si­cherheit für Einsätze in größeren Lagen zu erreichen.

Referie­rende:

Ulrich Matthias Spengler wurde 1965 in Halle/Saale geboren, ist verhei­ratet und hat drei Kinder. Nach Schule und Lehre arbeitete er 9 Jahre als Schlosser, machte Abend­schul­abitur und wurde Schlos­ser­meister. Bevor er Theologie studierte, arbeitete er ein Jahr im OP eines Kranken­hauses. Im Anschluss an Studium und Vikariat, war er 20 Jahre als Gemein­de­pfarrer tätig, bis er in eine Projekt­pfarr­stelle zur Evalu­ierung des berufs­ethi­schen Unter­richts für die Thüringer Polizei berufen wurde.

Seit 2023 ist er Landes­pfarrer für Polizei- und Notfall­seel­sorge der EKM im Freistaat Thüringen. Er ist langjäh­riger Notfall­seel­sorger und leitete von 2013 bis 2025 ein NFS-Team. Seit 2018 ist er Polizei­seel­sorger und Psycho­so­ziale Fachkraft  im Krisen­in­ter­ven­ti­onsteam der Thüringer Polizei. Außerdem unter­richtet polizei­liche Berufs­ethik und ist Dozent für PSNV‑B und ‑E-Kräfte.

Mandy Petri, 49 Jahre, verhei­ratet, 1 erw. Kind. Dipl. Päd. (Uni): Sozial‑, Jugend- und Erwach­se­nen­wei­ter­bil­dungs­päd­agogik. Sozial­ar­bei­terin im Bereich Einglie­de­rungs­hilfe im LRA Weimarer Land, Projekt­arbeit – ALEKS; Notfall­be­glei­terin für Betroffene und Einsatz­kräfte; Psycho­so­ziale Fachkraft und Teamlei­terin Notfall­be­gleitung Weimarer Land; Dozentin für die Ausbildung PSAH für Betroffene in Erfurt

16.30–18.00 Uhr
Seminar

Entwicklung Netzwerk­ori­en­tierter Qualität im Psycho­so­zialen Krisen­ma­nagement Staat­licher Verwaltung („EQuiP“)

Projekt­leitung; Salomon-Hochschule Berlin: https://www.ash-berlin.eu/forschung/forschungsprojekte-a‑z/equip/

Im BMFTR-Forschungs­projekt EQuiP wird der Versuch unter­nommen, das Psycho­so­ziale Krisen­ma­nagement (PsychKM) unter der Perspektive des theore­ti­schen Konzepts von Community Resilience weiter­zu­ent­wi­ckeln. Ziel ist es Handlungs­lo­giken und Formen der Zusam­men­arbeit staat­licher und zivil­ge­sell­schaft­licher Akteure im Sinne dieses Konzeptes nachhaltig zu verbessern. Dies hat auch Auswir­kungen auf den Prozess der Weiter­ent­wicklung der PSNV.

Im Workshop wird das Forschungs­projekt und seine bishe­rigen Ergeb­nisse vorge­stellt und mit den Teilneh­menden die Frage­stellung der Weiter­ent­wicklung der PSNV diskutiert.

Referie­rende:

Prof. Dr. Olaf Neumann ist Professor für metho­di­sches Handeln in der Sozialen Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Er ist Dipl. Sozial­ar­beiter, Theater­päd­agoge, appro­bierter Kinder- und Jugend­li­chen­psy­cho­the­rapeut und Gemein­de­psy­chologe (community psycho­logist). Gemeinsam mit Vincenz Leuschner forscht er seit einigen Jahren in der PSNV. Im Projekt EQuiP trägt er die Verant­wortung für eine zu entwi­ckelnde Blended Learning Fortbildung für Mitar­bei­tende aus kommu­nalen Krisen­stäben / anlass­be­zo­genen Koordi­nie­rungs­stellen. Er ist Vorstands­mit­glied der Gesell­schaft für gemein­de­psy­cho­lo­gische Forschung und Praxis (GGFP).

Prof. Dr. Vincenz Leuschner ist Professor für Krimi­no­logie und Sozio­logie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Er ist Dipl. Sozial­wis­sen­schaftler und Dipl. Sozial­ar­beiter und promo­vierter Soziologe. Gemeinsam mit Olaf Neumann forscht er seit einigen Jahren zum Bereich des Psycho­so­zialen Krisen­ma­nage­ments (IFAF-Projekte PSNV-NET und PSNV-NET Plus). Daneben liegen die Schwer­punkte seiner Arbeit in der Forschung zu Formen schwerer Gewalt (Amok, Terro­rismus), Jugend­kri­mi­na­lität, Krimi­nal­prä­vention und der empiri­schen Polizei­for­schung. Im Projekt EQuiP hat er die Gesamt­pro­jekt­ver­ant­wortung inne.

Peter Water­straat ist Diplom Sozial­ar­beiter und Master of Disaster Management and Risk Gover­nance. Ausge­bildet in Notfall­seel­sorge und Einsatz­nach­sorge ist er Leiter der Koordi­nie­rungs­stelle Psycho­so­ziale Notfall­ver­sorgung (PSNV) im Gesund­heitsamt der Stadt Frankfurt am Main. In dieser Funktion ist er auch Fachbe­rater-PSNV im städti­schen Krisenstab und beteiligt an der PSNV-Führungs­kräf­te­aus­bildung im Land Hessen. Seit 2016 ist Peter Water­straat, Sprecher der Arbeits­ge­mein­schaft PSNV der Deutschen Gesell­schaft für Katastro­phen­me­dizin (DGKM). 

16.30–18.00 Uhr
Seminar

Das hessische Fortbil­dungs­konzept für PSNV

 

Referie­rende:

Dr. Robert Steinhauser

Doppel­work­shops

14.30–18.00 Uhr
Übung

„Spiri­tuelle Tankstellen“

Referie­rende:

Jutta Radix

19.00 Uhr

Ökume­ni­scher Gottes­dienst 

mit:

N.N.

Grußworte:

N.N.

20.30 Uhr

Abend der Begegnung im Kloster

Zum vollstän­digen Programm

Mittwoch 17.06.2026

Zum vollstän­digen Programm

Freitag, 19.06.2026

Die Notfallseelsorge
der Kirchen
in Deutschland

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Konferenz Evangelische Notfallseelsorge in der Evangelischen Kirche in Deutschland (KEN)

Bundeskonferenz Katholische Notfallseelsorge (BKN)

Akademie des Versicherers im Raum der Kirchen (VRK).