Bundeskongress 2026
Programm: Donnerstag, 18.06.2026
9.00 Uhr
Geistlicher Impuls
mit:
Pfarrer Olaf Schaper, Leitender Notfallseelsorger, Düsseldorf
9.30–11.00 Uhr
Vorlesung a
Wie funktioniert gute Teamleitung in der PSNV?
Referierende:
Pastoralreferent Peter Bromkamp, Koordinator der katholischen Notfallseelsorge im Bistum Münster
9.30–11.00 Uhr
???
Das Traumazentrum des BBK
Referierende:
Claudia Schedlich
9.30–10.15 Uhr
Vorlesung b
Das Rahmenkonzept der EKD/DBK: Wichtig für: Was erwartet die Militärseelsorge: Wünsche in der Zusammenarbeit mit Nfs/KIT
Referierende:
Militärdekan Dr. Dirck Ackermann
10.15–11.00 Uhr
Vorlesung c
Kirchliche Einordnung und Umsetzung!
Referierende:
Andreas Jensen,
Dirk Wollenweber,
Stephan Koch,
Barbara Sönksen,
Grit Burmeister-Brandt
9.30–11.00 Uhr
Vorlesung d
Reserve
Referierende:
N.N.
11.00 Uhr
Pause
11.30–13.00 Uhr
Vorlesung a
Wie funktioniert gute Teamleitung in der PSNV?
Erfahrungen aus Beratung und Supervision
(Rückblick auf Mittwoch)
Referierende:
Pastoralreferent Peter Bromkamp, Koordinator der katholischen Notfallseelsorge im Bistum Münster
11.30–13.00 Uhr
???
Das Traumazentrum des BBK
Referierende:
Claudia Schedlich
11.30–12.15 Uhr
Vorlesung b
Das Rahmenkonzept der EKD/DBK: Wichtig für: Was erwartet die Militärseelsorge: Wünsche in der Zusammenarbeit mit Nfs/KIT
Referierende:
Militärdekan Dr. Dirck Ackermann
12.15–13.00 Uhr
Vorlesung c
Kirchliche Einordnung und Umsetzung!
Referierende:
Andreas Jensen,
Dirk Wollenweber,
Stephan Koch,
Barbara Sönksen,
Grit Burmeister-Brandt
13.00–14.00 Uhr
Mittagspause
14.30–16.00 Uhr
Tutorium
Zur neuen Friedensdenkschrift
Hierarchie der Einziehung in den Wehrdienst – wer bleibt warum ausgenommen?
Auch: Statement von Overhagen zum Denken in Szenarien
Referierende:
Marc Overhagen Jensen, Ackermann
14.30–16.00 Uhr
Vorlesung/Lecture
Förderung von Resilienz in der Israelischen Gesellschaft (Natal)
Zwei Vertreter von NATAL, einer zivilgesellschaftlichen Organisation aus Israel, werden uns von ihren Erfahrungen, Ansätzen und Methoden berichten, wie die Resilienz einer Bevölkerung gestärkt werden kann. Natal wurde 1998 gegründet, ist auch direkt für Betroffene erreichbar, sei es über eine Hotline, verschiedene Teams wie Community Resiliency und Clinical Units, auf Ebene der Individuen und Familien, der Gemeinden und der Gesellschaft. Bisher gab es über 500.000 Kontakte mit Betroffenen. Sie arbeiten auch in der Forschung. Sie arbeiten mit einem einzigartigen Modell multidiziplinärer psychologischer Unterstützung, direkt und indirekt, sowohl im Bereich der Prävention, der Bewusstseinsbildung als auch der Intervention und Behandlung. Der englische Vortrag wird simultan übersetzt.
Der workshop von NATAL dient der vertieften Diskussion und dem Erfahrungsaustausch. Er wird die sehr unterschiedlichen historischen und Bedingungen des gesellschaftlichen Lebens in den Blick nehmen und überprüfen, welche der Erfahrungen vergleichbar und ob Ansätze von Natal in deutsche Kontexte übertragbar sind. Der Workshop wird auf Englisch stattfinden; wir helfen uns gegenseitig beim Übersetzen.
Referierende:
Ms. Peleg is an Architect, Managing Director of Peleg Exhibition Organizer Ltd, and founder of “Chaos,” an interdisciplinary artistic approach to art and resilience. Ms. Peleg was the Director of Strategic Partnerships at NATAL Global, the international arm of NATAL, from 2018 to 2021. Today she serves as a specialist consultant at NATAL, supporting the organization in bringing decades of its expertise to European countries.
Daniel Goldstein is a Social worker and trauma specialist who brings both professional expertise and lived experience to his work with post-traumatic challenges. As a group facilitator, reserve officer, and Director of Community Programs at NATAL – Israel Trauma and Resiliency Center, Daniel has dedicated the past five years to developing innovative community-based interventions focused on post-traumatic growth and peer support for soldiers and veterans affected by service-related mental health challenges. Over the past 18 months, he has spearheaded collaborative initiatives with municipalities, universities, and communities to create specialized support programs for reservists transitioning back to civilian life.
14.30–16.00 Uhr
Seminar
Ergebnisse der Seelsorge Visitation in der EKM, zugespitzt auf Nfs und das Verhältnis von Haupt- und Ehrenamtlichen
Referierende:
Prof. Dr. Annette Daniela Haußmann
14.30–16.00 Uhr
Seminar
Betroffene sagen selbst, was ihnen gut tat
German Wings Hinterbliebenen-Gruppe
Referierende:
Beate Maue
14.30–16.00 Uhr
Seminar
… ebenso Hinterbliebenen-Initiativen aus Hanau
Referierende:
Till Martin Wisseler
14.30–16.00 Uhr
Seminar
Das versteht er doch gar nicht – tut er doch.
Krisenintervention mit Kindern nach Suizid/-versuch einer Bezugsperson
2023 verstarben mit 10.300 Todesfällen mehr als 28 Menschen pro Tag durch Suizid (D). Die Anzahl der Suizidversuche übersteigt nach Schätzungen der Deutschen Depressionshilfe diese Zahl noch um den Faktor 15–20. Forschung belegt bspw. nach Suizid eines Elternteils ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit betroffener Kinder, selbst später einen Suizid oder Suizidversuch zu begehen.
Der Kurzbeitrag will praktische Unterstützungsmöglichkeiten für „kleine und große“ Betroffene im Kontext dieser häufigen Einsatzsituation aufzeigen. Neben Ergebnissen des aktuellen Forschungsprojekts „Kurswechsel“ (gefördert vom Bayr. Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales) sollen konkrete Empfehlungen für den Akuteinsatz vorgestellt werden: Welche Interventionen eignen sich für das erste Zeitfenster? Was berichten befragte Betroffene über hilfreiche und wenig hilfreiche Interventionen durch Einsatzkräfte der Psychosozialen Akuthilfe? Was bedeutet das für Praxis und Ausbildung?
Referierende:
Simon Finkeldei, Diplom Psychologe, Psycholog. Psychotherapeut (VT), Lehrtherapeut, Supervisor. Nach seiner Tätigkeit im Rettungsdienst studierte Herr Finkeldei Psychologie an der Julius Maximilians Universität Würzburg. Seit 1999 ist er im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung aktiv. 2007 war er am von Tita Kern entwickelten Konzept APSN und dessen Umsetzung im Pilotprojekt „KIDS – Kinder nach belastenden Ereignissen stützen“ beteiligt. Herr Finkeldei ist Psychotherapeutischer Leiter der KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung (www.aetas-kinderstiftung.de) und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Trauma Hilfe Zentrums München e.V.. Als Dozent lehrt er zu den Schwerpunktthemen Krisenintervention/Notfallpsychologie, Suizidprävention, Traumatherapie.
Sebastian Hoppe ist Psychologe und bei der AETAS Kinderstiftung in München tätig. Seit Jahren forscht er zur Frage der Wirksamkeit von Krisenintervention und lehrt zu verschiedenen Themen der Psychosozialen Akuthilfe. Ehrenamtlich engagiert er sich im Münchner Kriseninterventionsteam KIT-München, das er zuvor fachlich leitete. So vereint er Erfahrungen aus Einsatzpraxis, Leitung, Forschung und Lehre in der Krisenintervention.
14.30–16.00 Uhr
Seminar
Zusammenspiel der Einsatzkräfte nach einem Einsatz in Jena
Verschiedene Zugänge der PSNV
Ein Polizist erschießt zuerst seine beiden Kinder und seine Frau, danach sich selbst … Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die Geschehnisse und erfahren, was sich in Klettbach / Thüringen ereignete.
Im Einführungsvortrag wird erläutert, wie PSNV alarmiert wurde und wie der Einsatz begann. Außerdem erhalten die Teilnehmenden Informationen über die strukturellen Besonderheiten und über die entstandenen Schwierigkeiten vor Ort. Sie erfahren die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Helfenden und Institutionen.
Innerhalb des dazugehörigen Workshops können die Teilnehmenden gemeinsam einen Lageplan entwerfen und erarbeiten, wie dieser Einsatz für die PSNV abgelaufen sein könnte. Zudem soll ein Netzwerk entwickelt werden, welches die Teilnehmenden in ihre Teams übertragen können.
Als Abschluss werden die erarbeiteten Einsatzpläne in einer Einsatznachbesprechung erörtert, um die Erkenntnisse in die zukünftige Arbeit der PSNV-Teams einfließen zu lassen.
Ziel ist es, eine größere Lage wertfrei aufzuarbeiten und somit Handlungssicherheit für Einsätze in größeren Lagen zu erreichen.
Referierende:
Ulrich Matthias Spengler wurde 1965 in Halle/Saale geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Nach Schule und Lehre arbeitete er 9 Jahre als Schlosser, machte Abendschulabitur und wurde Schlossermeister. Bevor er Theologie studierte, arbeitete er ein Jahr im OP eines Krankenhauses. Im Anschluss an Studium und Vikariat, war er 20 Jahre als Gemeindepfarrer tätig, bis er in eine Projektpfarrstelle zur Evaluierung des berufsethischen Unterrichts für die Thüringer Polizei berufen wurde.
Seit 2023 ist er Landespfarrer für Polizei- und Notfallseelsorge der EKM im Freistaat Thüringen. Er ist langjähriger Notfallseelsorger und leitete von 2013 bis 2025 ein NFS-Team. Seit 2018 ist er Polizeiseelsorger und Psychosoziale Fachkraft im Kriseninterventionsteam der Thüringer Polizei. Außerdem unterrichtet polizeiliche Berufsethik und ist Dozent für PSNV‑B und ‑E-Kräfte.
Mandy Petri, 49 Jahre, verheiratet, 1 erw. Kind. Dipl. Päd. (Uni): Sozial‑, Jugend- und Erwachsenenweiterbildungspädagogik. Sozialarbeiterin im Bereich Eingliederungshilfe im LRA Weimarer Land, Projektarbeit – ALEKS; Notfallbegleiterin für Betroffene und Einsatzkräfte; Psychosoziale Fachkraft und Teamleiterin Notfallbegleitung Weimarer Land; Dozentin für die Ausbildung PSAH für Betroffene in Erfurt
14.30–16.00 Uhr
Seminar
Entwicklung Netzwerkorientierter Qualität im Psychosozialen Krisenmanagement Staatlicher Verwaltung („EQuiP“)
Projektleitung; Salomon-Hochschule Berlin: https://www.ash-berlin.eu/forschung/forschungsprojekte-a‑z/equip/
Im BMFTR-Forschungsprojekt EQuiP wird der Versuch unternommen, das Psychosoziale Krisenmanagement (PsychKM) unter der Perspektive des theoretischen Konzepts von Community Resilience weiterzuentwickeln. Ziel ist es Handlungslogiken und Formen der Zusammenarbeit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure im Sinne dieses Konzeptes nachhaltig zu verbessern. Dies hat auch Auswirkungen auf den Prozess der Weiterentwicklung der PSNV.
Im Workshop wird das Forschungsprojekt und seine bisherigen Ergebnisse vorgestellt und mit den Teilnehmenden die Fragestellung der Weiterentwicklung der PSNV diskutiert.
Referierende:
Prof. Dr. Olaf Neumann ist Professor für methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Er ist Dipl. Sozialarbeiter, Theaterpädagoge, approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und Gemeindepsychologe (community psychologist). Gemeinsam mit Vincenz Leuschner forscht er seit einigen Jahren in der PSNV. Im Projekt EQuiP trägt er die Verantwortung für eine zu entwickelnde Blended Learning Fortbildung für Mitarbeitende aus kommunalen Krisenstäben / anlassbezogenen Koordinierungsstellen. Er ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für gemeindepsychologische Forschung und Praxis (GGFP).
Prof. Dr. Vincenz Leuschner ist Professor für Kriminologie und Soziologie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Er ist Dipl. Sozialwissenschaftler und Dipl. Sozialarbeiter und promovierter Soziologe. Gemeinsam mit Olaf Neumann forscht er seit einigen Jahren zum Bereich des Psychosozialen Krisenmanagements (IFAF-Projekte PSNV-NET und PSNV-NET Plus). Daneben liegen die Schwerpunkte seiner Arbeit in der Forschung zu Formen schwerer Gewalt (Amok, Terrorismus), Jugendkriminalität, Kriminalprävention und der empirischen Polizeiforschung. Im Projekt EQuiP hat er die Gesamtprojektverantwortung inne.
Peter Waterstraat ist Diplom Sozialarbeiter und Master of Disaster Management and Risk Governance. Ausgebildet in Notfallseelsorge und Einsatznachsorge ist er Leiter der Koordinierungsstelle Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main. In dieser Funktion ist er auch Fachberater-PSNV im städtischen Krisenstab und beteiligt an der PSNV-Führungskräfteausbildung im Land Hessen. Seit 2016 ist Peter Waterstraat, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft PSNV der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM).
14.30–16.00 Uhr
Seminar
Das hessische Fortbildungskonzept für PSNV
Referierende:
Dr. Robert Steinhauser
16.00 Uhr
Pause
16.30–18.00 Uhr
???
Ergebnisse der Seelsorge Visitation in der EKM, zugespitzt auf Nfs und das Verhältnis von Haupt- und Ehrenamtlichen
Referierende:
Prof. Dr. Annette Daniela Haußmann
16.30–18.00 Uhr
Seminar
Betroffene sagen selbst, was ihnen gut tat
German Wings Hinterbliebenen-Gruppe
Referierende:
Beate Maue
16.30–18.00 Uhr
Seminar
… ebenso Hinterbliebenen-Initiativen aus Hanau
Referierende:
Till Martin Wisseler
16.30–18.00 Uhr
Seminar
Das versteht er doch gar nicht – tut er doch.
Krisenintervention mit Kindern nach Suizid/-versuch einer Bezugsperson
2023 verstarben mit 10.300 Todesfällen mehr als 28 Menschen pro Tag durch Suizid (D). Die Anzahl der Suizidversuche übersteigt nach Schätzungen der Deutschen Depressionshilfe diese Zahl noch um den Faktor 15–20. Forschung belegt bspw. nach Suizid eines Elternteils ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit betroffener Kinder, selbst später einen Suizid oder Suizidversuch zu begehen.
Der Kurzbeitrag will praktische Unterstützungsmöglichkeiten für „kleine und große“ Betroffene im Kontext dieser häufigen Einsatzsituation aufzeigen. Neben Ergebnissen des aktuellen Forschungsprojekts „Kurswechsel“ (gefördert vom Bayr. Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales) sollen konkrete Empfehlungen für den Akuteinsatz vorgestellt werden: Welche Interventionen eignen sich für das erste Zeitfenster? Was berichten befragte Betroffene über hilfreiche und wenig hilfreiche Interventionen durch Einsatzkräfte der Psychosozialen Akuthilfe? Was bedeutet das für Praxis und Ausbildung?
Referierende:
Simon Finkeldei, Diplom Psychologe, Psycholog. Psychotherapeut (VT), Lehrtherapeut, Supervisor. Nach seiner Tätigkeit im Rettungsdienst studierte Herr Finkeldei Psychologie an der Julius Maximilians Universität Würzburg. Seit 1999 ist er im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung aktiv. 2007 war er am von Tita Kern entwickelten Konzept APSN und dessen Umsetzung im Pilotprojekt „KIDS – Kinder nach belastenden Ereignissen stützen“ beteiligt. Herr Finkeldei ist Psychotherapeutischer Leiter der KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung (www.aetas-kinderstiftung.de) und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Trauma Hilfe Zentrums München e.V.. Als Dozent lehrt er zu den Schwerpunktthemen Krisenintervention/Notfallpsychologie, Suizidprävention, Traumatherapie.
Sebastian Hoppe ist Psychologe und bei der AETAS Kinderstiftung in München tätig. Seit Jahren forscht er zur Frage der Wirksamkeit von Krisenintervention und lehrt zu verschiedenen Themen der Psychosozialen Akuthilfe. Ehrenamtlich engagiert er sich im Münchner Kriseninterventionsteam KIT-München, das er zuvor fachlich leitete. So vereint er Erfahrungen aus Einsatzpraxis, Leitung, Forschung und Lehre in der Krisenintervention.
16.30–18.00 Uhr
Seminar
Zusammenspiel der Einsatzkräfte nach einem Einsatz in Jena
Verschiedene Zugänge der PSNV
Ein Polizist erschießt zuerst seine beiden Kinder und seine Frau, danach sich selbst … Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die Geschehnisse und erfahren, was sich in Klettbach / Thüringen ereignete.
Im Einführungsvortrag wird erläutert, wie PSNV alarmiert wurde und wie der Einsatz begann. Außerdem erhalten die Teilnehmenden Informationen über die strukturellen Besonderheiten und über die entstandenen Schwierigkeiten vor Ort. Sie erfahren die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Helfenden und Institutionen.
Innerhalb des dazugehörigen Workshops können die Teilnehmenden gemeinsam einen Lageplan entwerfen und erarbeiten, wie dieser Einsatz für die PSNV abgelaufen sein könnte. Zudem soll ein Netzwerk entwickelt werden, welches die Teilnehmenden in ihre Teams übertragen können.
Als Abschluss werden die erarbeiteten Einsatzpläne in einer Einsatznachbesprechung erörtert, um die Erkenntnisse in die zukünftige Arbeit der PSNV-Teams einfließen zu lassen.
Ziel ist es, eine größere Lage wertfrei aufzuarbeiten und somit Handlungssicherheit für Einsätze in größeren Lagen zu erreichen.
Referierende:
Ulrich Matthias Spengler wurde 1965 in Halle/Saale geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Nach Schule und Lehre arbeitete er 9 Jahre als Schlosser, machte Abendschulabitur und wurde Schlossermeister. Bevor er Theologie studierte, arbeitete er ein Jahr im OP eines Krankenhauses. Im Anschluss an Studium und Vikariat, war er 20 Jahre als Gemeindepfarrer tätig, bis er in eine Projektpfarrstelle zur Evaluierung des berufsethischen Unterrichts für die Thüringer Polizei berufen wurde.
Seit 2023 ist er Landespfarrer für Polizei- und Notfallseelsorge der EKM im Freistaat Thüringen. Er ist langjähriger Notfallseelsorger und leitete von 2013 bis 2025 ein NFS-Team. Seit 2018 ist er Polizeiseelsorger und Psychosoziale Fachkraft im Kriseninterventionsteam der Thüringer Polizei. Außerdem unterrichtet polizeiliche Berufsethik und ist Dozent für PSNV‑B und ‑E-Kräfte.
Mandy Petri, 49 Jahre, verheiratet, 1 erw. Kind. Dipl. Päd. (Uni): Sozial‑, Jugend- und Erwachsenenweiterbildungspädagogik. Sozialarbeiterin im Bereich Eingliederungshilfe im LRA Weimarer Land, Projektarbeit – ALEKS; Notfallbegleiterin für Betroffene und Einsatzkräfte; Psychosoziale Fachkraft und Teamleiterin Notfallbegleitung Weimarer Land; Dozentin für die Ausbildung PSAH für Betroffene in Erfurt
16.30–18.00 Uhr
Seminar
Entwicklung Netzwerkorientierter Qualität im Psychosozialen Krisenmanagement Staatlicher Verwaltung („EQuiP“)
Projektleitung; Salomon-Hochschule Berlin: https://www.ash-berlin.eu/forschung/forschungsprojekte-a‑z/equip/
Im BMFTR-Forschungsprojekt EQuiP wird der Versuch unternommen, das Psychosoziale Krisenmanagement (PsychKM) unter der Perspektive des theoretischen Konzepts von Community Resilience weiterzuentwickeln. Ziel ist es Handlungslogiken und Formen der Zusammenarbeit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure im Sinne dieses Konzeptes nachhaltig zu verbessern. Dies hat auch Auswirkungen auf den Prozess der Weiterentwicklung der PSNV.
Im Workshop wird das Forschungsprojekt und seine bisherigen Ergebnisse vorgestellt und mit den Teilnehmenden die Fragestellung der Weiterentwicklung der PSNV diskutiert.
Referierende:
Prof. Dr. Olaf Neumann ist Professor für methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Er ist Dipl. Sozialarbeiter, Theaterpädagoge, approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und Gemeindepsychologe (community psychologist). Gemeinsam mit Vincenz Leuschner forscht er seit einigen Jahren in der PSNV. Im Projekt EQuiP trägt er die Verantwortung für eine zu entwickelnde Blended Learning Fortbildung für Mitarbeitende aus kommunalen Krisenstäben / anlassbezogenen Koordinierungsstellen. Er ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für gemeindepsychologische Forschung und Praxis (GGFP).
Prof. Dr. Vincenz Leuschner ist Professor für Kriminologie und Soziologie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Er ist Dipl. Sozialwissenschaftler und Dipl. Sozialarbeiter und promovierter Soziologe. Gemeinsam mit Olaf Neumann forscht er seit einigen Jahren zum Bereich des Psychosozialen Krisenmanagements (IFAF-Projekte PSNV-NET und PSNV-NET Plus). Daneben liegen die Schwerpunkte seiner Arbeit in der Forschung zu Formen schwerer Gewalt (Amok, Terrorismus), Jugendkriminalität, Kriminalprävention und der empirischen Polizeiforschung. Im Projekt EQuiP hat er die Gesamtprojektverantwortung inne.
Peter Waterstraat ist Diplom Sozialarbeiter und Master of Disaster Management and Risk Governance. Ausgebildet in Notfallseelsorge und Einsatznachsorge ist er Leiter der Koordinierungsstelle Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main. In dieser Funktion ist er auch Fachberater-PSNV im städtischen Krisenstab und beteiligt an der PSNV-Führungskräfteausbildung im Land Hessen. Seit 2016 ist Peter Waterstraat, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft PSNV der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM).
16.30–18.00 Uhr
Seminar
Das hessische Fortbildungskonzept für PSNV
Referierende:
Dr. Robert Steinhauser
Doppelworkshops
14.30–18.00 Uhr
Übung
„Spirituelle Tankstellen“
Referierende:
Jutta Radix
19.00 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst
mit:
N.N.
Grußworte:
N.N.