Notfallseelsorge
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Bundes­kon­gress 2026

Programm: Mittwoch, 17.06.2026

10.00 Uhr

Eröffnung

mit:

Dr. Georg Hofmeister, Geschäfts­führer,
Akademie des Versi­cherers im Raum der Kirchen

Kirchenrat Dirk Wollen­weber, Vorsit­zender Konferenz Evange­lische Notfallseelsorge

Stephan Koch, Vorsit­zender Bundes­kon­ferenz Katho­lische Notfallseelsorge

Dr. Thomas Zippert, Vorbe­rei­tungs­kreis BUKO 2026,
Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck

10.30–11.30 Uhr
Vorlesung

Stand der Einführung von Landes­zen­tral­stellen PSNV*

Bericht aus der Lüfag über Trends, Baustellen, Erfah­rungen, „Zeitansage“

*PSNV= psycho­so­ziale Notfall­ver­sorgung: psycho-social emergency care.

Referie­rende:

Justus Münster/Dorothea Wichterich

11.15 Uhr

Pause

11.45–13.00 Uhr
Vorlesung

Inter­ven­ti­ons­maß­nahmen in der PSNV – Ein Forschungsüberblick

Weltweit existiert eine große Vielfalt psycho­so­zialer Inter­ven­ti­ons­maß­nahmen – für unter­schied­liche Ereig­nisse, Zielgruppen und Zeitpunkte. Diese Diver­sität spiegelt sich in einer ebenso hetero­genen Forschungslage wider, in der fortlaufend nach Antworten und Orien­tierung für die Praxis der PSNV gesucht wird. Der Vortrag lädt dazu ein, aktuelle wissen­schaft­liche Erkennt­nisse und ihre Poten­ziale darzu­stellen, aber auch offene Fragen zu beleuchten: Was wissen wir wirklich über die Evidenz von akuten Inter­ven­ti­ons­maß­nahmen, ihrer Wirksamkeit und prognos­ti­schen Möglich­keiten – und wo lohnt sich ein genauerer Blick?

Referie­rende:

Dr. Philipp Jann, Leiter Institut für Notfall­psy­cho­logie GmbH & Co. KG, Bielefeld

13.00–14.30 Uhr

Mittags­pause

14.30–16.00 Uhr
Vorlesung

Evaluation der Psycho­so­zialen Akuthilfe aus der Perspektive Betroffener

Evaluation der Psycho­so­zialen Akuthilfe aus der Perspektive Betroffener

Einsatz­kräften in der Psycho­so­zialen Akuthilfe bleibt nach Einsätzen in erster Linie das eigene Empfinden dazu, wie gelungen eine Betreuung verlaufen ist; Rückmel­dungen Betrof­fener sind selten und syste­ma­tische Befra­gungen insbe­sondere zu alltags­nahen Einsätzen gibt es bislang kaum. Aber was sagen Betroffene Wochen und Monate später darüber, wie sie die Betreuung durch die PSAH erlebt haben und wie es ihnen inzwi­schen geht? In einem Forschungs­projekt der Ludwig-Maximi­lians-Univer­sität München mit dem KIT-München wurde diesen und weiteren Fragen nachge­gangen. Der Beitrag stellt die Chancen, aber auch struk­tu­relle und persön­liche Heraus­for­de­rungen solcher Forschung dar. Vor allem aber werden zentrale Ergeb­nisse der Unter­su­chung vorge­stellt, die so seltene wie wertvolle Einblicke in die Erlebenswelt Betrof­fener gewähren und manch überra­schende Erkenntnis ebenso bereit­halten wie bewegende Rückmel­dungen.  

Referie­rende:

Sebastian Hoppe ist Psychologe und bei der AETAS Kinder­stiftung in München tätig. Seit Jahren forscht er zur Frage der Wirksamkeit von Krisen­in­ter­vention und lehrt zu verschie­denen Themen der Psycho­so­zialen Akuthilfe. Ehren­amtlich engagiert er sich im Münchner Krisen­in­ter­ven­ti­onsteam KIT-München, das er zuvor fachlich leitete. So vereint er Erfah­rungen aus Einsatz­praxis, Leitung, Forschung und Lehre in der Krisenintervention.

14.30–16.00 Uhr
Vorlesung

Grund­le­gendes zu Konzepten und Defini­tionen von Resilienz, deren Messung und aktuelle Forschungsergebnisse

In seinem Vortrag gibt Raffael Kalisch eine Einführung in zentrale Konzepte der Stress­re­si­lienz und beleuchtet die Frage, warum manche Menschen nach Trauma­ti­sierung oder unter anhal­tender Belastung psychisch gesund bleiben. Der Vortrag behandelt zunächst grund­le­gende Fragen der Definition und Opera­tio­na­li­sierung von Resilienz. Im Weiteren präsen­tiert Kalisch eine integrative Theorie der Resilienz, in deren Mittel­punkt das Konstrukt des „Positive Appraisal Style“ (PAS) – einer indivi­du­ellen Tendenz in der Stres­sor­be­wertung – steht.  Anhand aktueller Befunde zeigt Kalisch, wie PAS zur Aufrecht­erhaltung psychi­scher Gesundheit in stress­be­las­teten Individuen beiträgt. PAS vermittelt darüber hinaus die Effekte anderer Resili­enz­fak­toren und kann per Inter­vention verändert werden. Im Ausblick stellt Kalisch die Frage einer Anbindung an Glaubenskonzepte.

Referie­rende:

Prof. Dr. Raffael Kalisch ist Professor für Human Neuro­imaging an der Univer­si­täts­me­dizin Mainz und Arbeits­grup­pen­leiter am Leibniz-Institut für Resili­enz­for­schung (LIR) in Mainz. Seine Forschung beschäftigt sich mit den psycho­lo­gi­schen, neuro­bio­lo­gi­schen und system­bio­lo­gi­schen Mecha­nismen der Stress­re­si­lienz. Kalisch ist Autor der Positive Appraisal Style Theory of Resilience (PASTOR), einer integra­tiven Theorie, die indivi­duelle Tendenzen in der Stres­sor­be­wertung in den Mittel­punkt stellt. Kalisch studierte Human­bio­logie in Marburg und Paris und forschte am Max-Planck-Institut für Psych­iatrie in München, am Functional Imaging Laboratory in London und am Institut für Syste­mische Neuro­wis­sen­schaften in Hamburg.

14.30–16.00 Uhr
Vorlesung

Resilienz theolo­gisch

Resilienz ist Sehnsuchts­be­griff, soll spiri­tu­elles Wohlbe­finden garan­tieren und überhaupt alles im Leben leichter machen. Doch so einfach ist es nicht: Zwar kann Resilienz ein harmloses Alltags­phä­nomen sein, das uns hilft, im täglichen Chaos Ruhe und Übersicht zu bewahren. Wirklich relevant wird sie aber dort, wo wir es mit existen­ti­ellen Krisen­si­tua­tionen zu tun haben. Resilienz ist geradezu ein ambiva­lentes Krisen­phä­nomen par excel­lence, weil es um das Aushalten und Gestalten von Ohnmacht, Angst und Sorge geht. Lässt sich so etwas trainieren? Nicht im Sinne des Fitness­studios. Hilfreich sind aber Prozesse der Sensi­bi­li­sierung, Selbst­re­flexion und Bewusst­seins­bildung bis hin zur Inter­na­li­sierung von aktiven, medio­pas­siven und passiven Formen des Innehaltens, von Konzen­tration und Achtsamkeit, Selbst­wirk­samkeit und profes­sio­neller Nachdenk­lichkeit bis hin zur unbeirr­baren Hoffnung, dass wir sogar durch Leid und Tod hindurch neues Licht sehen können. Religion und Spiri­tua­lität bieten hierfür ein großes Reservoir an Sinnge­bungen, Resonanz­phä­no­menen und ritua­li­sierten Praxisformen.

Referie­rende:

Bischöfin Prof. Dr. Cornelia Richter ist seit 2012 Profes­sorin für Syste­ma­tische Theologie an der Univer­sität Bonn und (designierte) Bischöfin der Evange­li­schen Kirche A.B. in Öster­reich. Seit 2014 leitet sie die inter­dis­zi­plinäre Forschungs­gruppe „Resilience and Humanities“, die zahlreiche hoch renom­mierte Förde­rungen der VW-Stiftung und der DFG einge­worben hat, darunter die DFG-FOR „Resilienz in Religion und Spiri­tua­lität“ (2019–2023) und das Koselleck-Projekt zu „Ambiva­lenz­sen­sibler Nachdenk­lichkeit“ zur

Unter­stützung junger Berufs­an­fänger in Gesund­heits­wesen und Seelsorge (2026–2031). Seit 2024 ist sie zudem Joint Research Professor an der University of St. Andrews.

14.30–16.00 Uhr
Vorlesung/Lecture

Förderung von Resilienz in der Israe­li­schen Gesell­schaft (Natal)

Zwei Vertreter von NATAL, einer zivil­ge­sell­schaft­lichen Organi­sation aus Israel, werden uns von ihren Erfah­rungen, Ansätzen und Methoden berichten, wie die Resilienz einer Bevöl­kerung gestärkt werden kann. Natal wurde 1998 gegründet, ist auch direkt für Betroffene erreichbar, sei es über eine Hotline, verschiedene Teams wie Community Resiliency und Clinical Units, auf Ebene der Individuen und Familien, der Gemeinden und der Gesell­schaft. Bisher gab es über 500.000 Kontakte mit Betrof­fenen. Sie arbeiten auch in der Forschung. Sie arbeiten mit einem einzig­ar­tigen Modell multi­di­zi­pli­närer psycho­lo­gi­scher Unter­stützung, direkt und indirekt, sowohl im Bereich der Prävention, der Bewusst­seins­bildung als auch der Inter­vention und Behandlung. Der englische Vortrag wird simultan übersetzt.

Der workshop von NATAL dient der vertieften Diskussion und dem Erfah­rungs­aus­tausch. Er wird die sehr unter­schied­lichen histo­ri­schen und Bedin­gungen des gesell­schaft­lichen Lebens in den Blick nehmen und überprüfen, welche der Erfah­rungen vergleichbar und ob Ansätze von Natal in deutsche Kontexte übertragbar sind. Der Workshop wird auf Englisch statt­finden; wir helfen uns gegen­seitig beim Übersetzen.

Referie­rende:

Ms. Peleg is an Architect, Managing Director of Peleg Exhibition Organizer Ltd, and founder of “Chaos,” an inter­di­sci­plinary artistic approach to art and resilience. Ms. Peleg was the Director of Strategic Partner­ships at NATAL Global, the inter­na­tional arm of NATAL, from 2018 to 2021. Today she serves as a specialist consultant at NATAL, supporting the organization in bringing decades of its expertise to European countries.

Daniel Goldstein is a Social worker and trauma specialist who brings both profes­sional expertise and lived experience to his work with post-traumatic challenges. As a group facili­tator, reserve officer, and Director of Community Programs at NATAL – Israel Trauma and Resiliency Center, Daniel has dedicated the past five years to developing innovative community-based inter­ven­tions focused on post-traumatic growth and peer support for soldiers and veterans affected by service-related mental health challenges. Over the past 18 months, he has spear­headed colla­bo­rative initia­tives with munici­pa­lities, univer­sities, and commu­nities to create specia­lized support programs for reser­vists transi­tioning back to civilian life.

14.30–16.00 Uhr
Vorlesung

Was ist zu Wirkungen von Seelsorge bekannt und belegt?

 

Referie­rende:

Prof. Dr. K. Lammer

14.30–16.00 Uhr
Workshop/Seminar

Opfer­be­auf­tragter

Opfer­be­auf­tragter des Bundes oder eines Bundes­landes anfragen (Zusage vom Bundesopferbeauftragten)

Referie­rende:

 

14.30–16.00 Uhr
Seminar

Resilienz/Selfcare praktisch als Vorbe­reitung für Care of clients?

 

Referie­rende:

Dr. Corinna Posingies

14.30–18.00 Uhr
Seminar

PSNV und Vagusnerv: Ein Perfect Match?

Wie können Menschen nach belas­tenden Ereig­nissen dabei unter­stützt werden, wieder im Hier und Jetzt anzukommen – und welche Rolle spielt dabei der Körper?

Dieser Workshop verbindet zentrale Ansätze der psycho­so­zialen Notfall­ver­sorgung mit einem ersten Kennen­lernen somati­scher Elemente rund um den Vagusnerv.

Im Mittel­punkt steht das Zusam­men­spiel von Gespräch und Körper­wahr­nehmung: Wie können einfache, körper­ori­en­tierte Impulse das Ankommen, die Stabi­li­sierung und die Selbst­re­gu­lation nach einem Ereignis unter­stützen? Die Teilneh­menden erhalten einen verständ­lichen Einblick in die Bedeutung des Nerven­systems bei Stress­re­ak­tionen und lernen ausge­wählte somatische Zugänge kennen – erfah­rungs­ori­en­tiert, niedrig­schwellig und ohne thera­peu­ti­schen Anspruch.

Der Workshop bietet Raum für Austausch und Reflexion und versteht sich als Einladung, somatische Elemente als ergän­zenden Baustein in der PSNV wahrzunehmen.

Referie­rende:

Dr. Aranke Spehr, Leitende Polizei­psy­cho­login der Polizei Hamburg und Fachliche Leitung der PSNV E bei der Polizei Hamburg

16.00 Uhr

Pause 

16.30–18.00 Uhr
Vorlesung

Resilienz medizi­nisch

In seinem Vortrag gibt Raffael Kalisch eine Einführung in zentrale Konzepte der Stress­re­si­lienz und beleuchtet die Frage, warum manche Menschen nach Trauma­ti­sierung oder unter anhal­tender Belastung psychisch gesund bleiben. Der Vortrag behandelt zunächst grund­le­gende Fragen der Definition und Opera­tio­na­li­sierung von Resilienz. Im Weiteren präsen­tiert Kalisch eine integrative Theorie der Resilienz, in deren Mittel­punkt das Konstrukt des „Positive Appraisal Style“ (PAS) – einer indivi­du­ellen Tendenz in der Stres­sor­be­wertung – steht.Anhand aktueller Befunde zeigt Kalisch, wie PAS zur Aufrecht­erhaltung psychi­scher Gesundheit in stress­be­las­teten Individuen beiträgt. PAS vermittelt darüber hinaus die Effekte anderer Resili­enz­fak­toren und kann per Inter­vention verändert werden. Im Ausblick stellt Kalisch die Frage einer Anbindung an Glaubenskonzepte.

Referie­rende:

Prof. Dr. Raffael Kalisch ist Professor für Human Neuro­imaging an der Univer­si­täts­me­dizin Mainz und Arbeits­grup­pen­leiter am Leibniz-Institut für Resili­enz­for­schung (LIR) in Mainz. Seine Forschung beschäftigt sich mit den psycho­lo­gi­schen, neuro­bio­lo­gi­schen und system­bio­lo­gi­schen Mecha­nismen der Stress­re­si­lienz. Kalisch ist Autor der Positive Appraisal Style Theory of Resilience (PASTOR), einer integra­tiven Theorie, die indivi­duelle Tendenzen in der Stres­sor­be­wertung in den Mittel­punkt stellt. Kalisch studierte Human­bio­logie in Marburg und Paris und forschte am Max-Planck-Institut für Psych­iatrie in München, am Functional Imaging Laboratory in London und am Institut für Syste­mische Neuro­wis­sen­schaften in Hamburg.

16.30–18.00 Uhr
Vorlesung

Resilienz theolo­gisch

Resilienz ist Sehnsuchts­be­griff, soll spiri­tu­elles Wohlbe­finden garan­tieren und überhaupt alles im Leben leichter machen. Doch so einfach ist es nicht: Zwar kann Resilienz ein harmloses Alltags­phä­nomen sein, das uns hilft, im täglichen Chaos Ruhe und Übersicht zu bewahren. Wirklich relevant wird sie aber dort, wo wir es mit existen­ti­ellen Krisen­si­tua­tionen zu tun haben. Resilienz ist geradezu ein ambiva­lentes Krisen­phä­nomen par excel­lence, weil es um das Aushalten und Gestalten von Ohnmacht, Angst und Sorge geht. Lässt sich so etwas trainieren? Nicht im Sinne des Fitness­studios. Hilfreich sind aber Prozesse der Sensi­bi­li­sierung, Selbst­re­flexion und Bewusst­seins­bildung bis hin zur Inter­na­li­sierung von aktiven, medio­pas­siven und passiven Formen des Innehaltens, von Konzen­tration und Achtsamkeit, Selbst­wirk­samkeit und profes­sio­neller Nachdenk­lichkeit bis hin zur unbeirr­baren Hoffnung, dass wir sogar durch Leid und Tod hindurch neues Licht sehen können. Religion und Spiri­tua­lität bieten hierfür ein großes Reservoir an Sinnge­bungen, Resonanz­phä­no­menen und ritua­li­sierten Praxisformen.

Referie­rende:

Bischöfin Prof. Dr. Cornelia Richter ist seit 2012 Profes­sorin für Syste­ma­tische Theologie an der Univer­sität Bonn und (designierte) Bischöfin der Evange­li­schen Kirche A.B. in Öster­reich. Seit 2014 leitet sie die inter­dis­zi­plinäre Forschungs­gruppe „Resilience and Humanities“, die zahlreiche hoch renom­mierte Förde­rungen der VW-Stiftung und der DFG einge­worben hat, darunter die DFG-FOR „Resilienz in Religion und Spiri­tua­lität“ (2019–2023) und das Koselleck-Projekt zu „Ambiva­lenz­sen­sibler Nachdenk­lichkeit“ zur

Unter­stützung junger Berufs­an­fänger in Gesund­heits­wesen und Seelsorge (2026–2031). Seit 2024 ist sie zudem Joint Research Professor an der University of St. Andrews.

16.30–18.00 Uhr
Vorlesung/Lecture

Förderung von Resilienz in der Israe­li­schen Gesell­schaft (Natal)

Zwei Vertreter von NATAL, einer zivil­ge­sell­schaft­lichen Organi­sation aus Israel, werden uns von ihren Erfah­rungen, Ansätzen und Methoden berichten, wie die Resilienz einer Bevöl­kerung gestärkt werden kann. Natal wurde 1998 gegründet, ist auch direkt für Betroffene erreichbar, sei es über eine Hotline, verschiedene Teams wie Community Resiliency und Clinical Units, auf Ebene der Individuen und Familien, der Gemeinden und der Gesell­schaft. Bisher gab es über 500.000 Kontakte mit Betrof­fenen. Sie arbeiten auch in der Forschung. Sie arbeiten mit einem einzig­ar­tigen Modell multi­di­zi­pli­närer psycho­lo­gi­scher Unter­stützung, direkt und indirekt, sowohl im Bereich der Prävention, der Bewusst­seins­bildung als auch der Inter­vention und Behandlung. Der englische Vortrag wird simultan übersetzt.

Der workshop von NATAL dient der vertieften Diskussion und dem Erfah­rungs­aus­tausch. Er wird die sehr unter­schied­lichen histo­ri­schen und Bedin­gungen des gesell­schaft­lichen Lebens in den Blick nehmen und überprüfen, welche der Erfah­rungen vergleichbar und ob Ansätze von Natal in deutsche Kontexte übertragbar sind. Der Workshop wird auf Englisch statt­finden; wir helfen uns gegen­seitig beim Übersetzen.

Referie­rende:

Ms. Peleg is an Architect, Managing Director of Peleg Exhibition Organizer Ltd, and founder of “Chaos,” an inter­di­sci­plinary artistic approach to art and resilience. Ms. Peleg was the Director of Strategic Partner­ships at NATAL Global, the inter­na­tional arm of NATAL, from 2018 to 2021. Today she serves as a specialist consultant at NATAL, supporting the organization in bringing decades of its expertise to European countries.

Daniel Goldstein is a Social worker and trauma specialist who brings both profes­sional expertise and lived experience to his work with post-traumatic challenges. As a group facili­tator, reserve officer, and Director of Community Programs at NATAL – Israel Trauma and Resiliency Center, Daniel has dedicated the past five years to developing innovative community-based inter­ven­tions focused on post-traumatic growth and peer support for soldiers and veterans affected by service-related mental health challenges. Over the past 18 months, he has spear­headed colla­bo­rative initia­tives with munici­pa­lities, univer­sities, and commu­nities to create specia­lized support programs for reser­vists transi­tioning back to civilian life.

16.30–18.00 Uhr
Vorlesung

Was ist zu Wirkungen von Seelsorge bekannt und belegt?

 

Referie­rende:

Prof. Dr. K. Lammer

16.30–18.00 Uhr
Workshop/Seminar

Opfer­be­auf­tragter

Opfer­be­auf­tragter des Bundes oder eines Bundes­landes anfragen (Zusage vom Bundesopferbeauftragten)

Referie­rende:

 

16.30–18.00 Uhr
Seminar

Resilienz/Selfcare praktisch als Vorbe­reitung für Care of clients?

 

Referie­rende:

Dr. Corinna Posingies

16.30–18.00 Uhr
Seminar

PSNV und Vagusnerv: Ein Perfect Match?

Wie können Menschen nach belas­tenden Ereig­nissen dabei unter­stützt werden, wieder im Hier und Jetzt anzukommen – und welche Rolle spielt dabei der Körper?

Dieser Workshop verbindet zentrale Ansätze der psycho­so­zialen Notfall­ver­sorgung mit einem ersten Kennen­lernen somati­scher Elemente rund um den Vagusnerv.

Im Mittel­punkt steht das Zusam­men­spiel von Gespräch und Körper­wahr­nehmung: Wie können einfache, körper­ori­en­tierte Impulse das Ankommen, die Stabi­li­sierung und die Selbst­re­gu­lation nach einem Ereignis unter­stützen? Die Teilneh­menden erhalten einen verständ­lichen Einblick in die Bedeutung des Nerven­systems bei Stress­re­ak­tionen und lernen ausge­wählte somatische Zugänge kennen – erfah­rungs­ori­en­tiert, niedrig­schwellig und ohne thera­peu­ti­schen Anspruch.

Der Workshop bietet Raum für Austausch und Reflexion und versteht sich als Einladung, somatische Elemente als ergän­zenden Baustein in der PSNV wahrzunehmen.

Referie­rende:

Dr. Aranke Spehr, Leitende Polizei­psy­cho­login der Polizei Hamburg und Fachliche Leitung der PSNV E bei der Polizei Hamburg

Doppel­work­shops

14.30–18.00 Uhr
Übung

„Spiri­tuelle Tankstellen“

Referie­rende:

Jutta Radix

14.30–18.00 Uhr
Seminar (Doppel­workshop)

Notfall­seel­sorge, Krisen­in­ter­vention, Psycho­so­ziale Akuthilfe

Zwischen christ­lichem Auftrag, Gebot der Mensch­lichkeit und öffent­licher Daseins­vor­sorge in einem zunehmend säkula­ri­sierten und durch Ehren­amt­lichkeit geprägtem Umfeld

Kirchen waren in vielen Bundes­ländern die Initia­to­rinnen für die Begleitung von Angehö­rigen, Hinter­blie­benen und Betrof­fenen. Mit Beauf­tra­gungen bzw. Einrichten von (Pfarr-)Stellen wurde Notfall­seel­sorge aufgebaut. Gleich­zeitig entdeckten auch Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen oder engagierte Menschen die Aufgabe für sich, ohne sich konfes­sionell binden zu wollen. Ehren­amt­lichkeit nimmt zu bzw. prägte in einigen Regionen von Beginn an die Arbeit. Inzwi­schen wird in vielen Bundes­ländern Notfall­seel­sorge und Krisen­in­ter­vention als Psycho­so­ziale Akuthilfe im Rahmen der staat­lichen Daseins­für­sorge zumindest im Falle von Katastrophen und Großscha­dens­er­eig­nissen disku­tiert und geregelt.

Dies stellt viele Systeme der Notfall­seel­sorge und der Krisen­in­ter­vention verschie­dener Träger vor große Herausforderungen.

Im Workshop werden verschiedene Struktur- und Organi­sa­ti­ons­formen vorge­stellt und ins Gespräch gebracht. Gleich­zeitig werden Erwar­tungen und Erfah­rungen ausgetauscht. 

Referie­rende:

Franziska Epple ist Leiterin der Landes­zen­tral­stelle PSNV in Sachsen. Seit 01.01.2025 ist Psycho­so­ziale Akuthilfe als Teil des Katastro­phen­schuzes gesetzlich verankert. Aktuell werden die Teams der Notfall­seel­sorge und Krisen­in­ter­vention in den Gebiets­kör­per­schaften durch Koope­ra­ti­ons­ver­träge in den Katastro­phen­schutz integriert. Aktuell wird eine Ausbildung zum Leiter PSAH konzipiert.

Tobias Hönig ist Vorsit­zender des Landes­ver­bandes PSNV Sachsen e.V., in dem nahezu alle Träger und Teams der Notfall­seel­sorge und Krisen­in­ter­vention in Sachsen organi­siert sind. Der Landes­verband arbeitet eng mit der Landes­zen­tral­stelle zusammen und ist in die konzep­tio­nelle Arbeit einge­bunden. Zugleich ist er Vorsit­zender des Krisen­in­ter­ven­ti­ons­teams in Leipzig, das ein eigetra­gener Verein ist.

Matthias Große ist Beauf­tragter für Notfall­seel­sorge der Ev.-Luth. Landes­kirche Sachsens und begleitet Teams in ihrer Arbeit, bildet sowohl im Rahmen des Landes­ver­bandes PSNV Sachsen e.V. als auch der Ev.-Luth. Landes­kirche Sachsens Mitar­bei­tende in der Krisen­in­ter­vention und Notfall­seel­sorge aus und vertritt die EVLKS im Vorstand des Landes­ver­bandes. Als Polizei­pfarrer ist er in die Einsatz­nach­sor­ge­struk­turen der Sächsi­schen Polizei eingebunden.

 

Weitere Mitwir­kende:
  • Bianca van der Hayden, Landes­pfar­rerin für Notfall­seel­sorge Ev. Kirche im Rheinland
  • Daniela Jander-Vanselow, Leiterin des Notfall­seel­sor­ge­teams der Diakonie Meißen-Großenhain
  • Sven Böttger, Leiter des Teams des DRK Dresdner Land (Umland Meißen)
  • Cornelia Jung, Stell­ver­tre­terin des Landes­be­auf­tragten Psycho­so­ziale Notfall­ver­sorgung (PSNV) in der Landes­kon­ferenz Notfall­seel­sorge / Krisen­in­ter­vention in Brandenburg
  • Almut Freisen, Minis­terium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen / Referat für Rettungs­wesen, Gesund­heit­licher Bevöl­ke­rungs­schutz (V A 4)
  • Peter Waater­straat, Leiter der Koordi­nie­rungs­stelle Psycho­so­ziale Notfall­ver­sorgung (PSNV) im Gesund­heitsamt der Stadt Frankfurt am Main
  • Dr. Robert Stein­hauser, Leiter Landes­zen­tral­stelle PSNV Hessen
anschließend

Abend­essen in Selbstorganisation

Zum vollstän­digen Programm

Donnerstag, 18.06.2026

Zum vollstän­digen Programm

Freitag, 19.06.2026

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Konferenz Evangelische Notfallseelsorge in der Evangelischen Kirche in Deutschland (KEN)

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